Strategische Entwicklungen

Verbesserung der Standardeinhaltung in Indien

Die folgende Fallstudie beleuchtet unsere Anstrengungen im Jahr 2010, die Leistung der Zulieferer mit der niedrigsten Bewertung (1C) innerhalb unserer indischen Beschaffungskette zu steigern.

In den letzten Jahren verzeichnete Indien ein starkes Wirtschaftswachstum. Im Laufe dieses Zeitraums erhöhte der adidas Konzern seine Beschaffungsaktivitäten in Indien, nicht nur für den internationalen Exportmarkt, sondern besonders zur Deckung der inländischen Nachfrage.

Die Herausforderung, die Standardeinhaltung zu optimieren

Die Verbesserung der Standardeinhaltung bei unseren Zulieferern in Indien ist eine ständige Herausforderung. Gewisse Schwierigkeiten entstehen, weil zu wenige Zulieferer die Bedeutung solider Praktiken zur Standardeinhaltung für ihre eigene Geschäftstätigkeit zu schätzen wissen oder diese nicht als Wettbewerbsvorteil in ihrer Branche erkennen. Das langsame Tempo, mit dem Verbesserungen der Arbeitsplatzbedingungen von den meisten Zulieferern umgesetzt werden, ist für uns Grund zur Sorge. Hinzu kommt, dass der Anteil an Zulieferern mit der niedrigsten Bewertung (1C) in Indien vergleichsweise höher ist als in anderen Ländern der Region.

Erarbeitung eines Programms mit der Beschaffungsorganisation

Diese Herausforderungen veranlassten uns, einen Ansatz zu entwickeln, der auf Partnerschaft, Transparenz und dem Aufbau gegenseitigen Vertrauens basiert. Mit Unterstützung unserer Beschaffungsorganisation erarbeiteten wir ein 15-monatiges Optimierungsprogramm, das im September 2010 eingeführt wurde und in mehreren Etappen im Laufe des Jahres 2011 implementiert wird.

Das kurzfristige Ziel dieses Programms ist es, sicherzustellen, dass alle Zulieferer bis Ende 2011 eine Bewertung bei der Standardeinhaltung von mindestens 2C erreichen. Das längerfristige Ziel ist es, eine solide Grundlage für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zu schaffen sowie die Kompetenzen der Zulieferer so zu erweitern, dass sie ihre Standardeinhaltung kontinuierlich und nachhaltig steigern können.

Das Programm ist wie folgt strukturiert:

1 Vorbereitungsphase

  • Lieferantentreffen: Einweisung in das Programm für die Geschäftsleitung der einzelnen Betriebe und die Mitarbeiter der Beschaffungsabteilung der adidas Group Tochtergesellschaft in Indien
  • Die Zulieferer sollen umfassende Maßnahmenpläne erarbeiten, um anhaltende Probleme und Verstöße gegen die Standards zu beheben und ihr Managementsystem zur Standardeinhaltung zu aktualisieren
  • Die SEA-Mitarbeiter beraten jeden Zulieferer individuell zum Maßnahmenplan.

2 Implementierungsphase

  • Die Zulieferer sollen die Maßnahmenpläne gemäß dem vereinbarten Zeitplan umsetzen
  • Fortschrittsprüfung: Bewertung der Zulieferer anhand unseres Leistungsindikators, um den Fortschritt im Dezember 2010/Januar 2011 zu prüfen
  • Die Sozial- und Umweltabteilung (SEA) soll die Fortschritte bei der Implementierung überwachen, bei Bedarf technische Ratschläge geben und externe Berater einschalten, falls zusätzliche Ressourcen erforderlich sind, um die Optimierung des Herstellerbetriebs zu unterstützen.

3 Mess- und Bewertungsphase

  • Die Zulieferer sollen die Maßnahmenpläne gemäß dem vereinbarten Zeitplan umsetzen
  • Kontinuierliche Rücksprache mit der SEA-Abteilung zu den Fortschritten der Maßnahmenpläne der Betriebe
  • Abschließende Bewertung – Ende 2011 wird eine Bewertung aller Betriebe durch den SEA-Leistungsindikator durchgeführt.

Wir sind fest davon überzeugt, dass eine direkte Zusammenarbeit zwischen der SEA-Abteilung, unserer Beschaffungsorganisation und unseren Zulieferern die effektivste Möglichkeit darstellt, ein nachhaltiges Modell der Standardeinhaltung auf Betriebsebene umzusetzen. Dies fördert eine stärkere Partnerschaft mit unseren Herstellern und bietet ihnen die notwendige Unterstützung und Motivation für die Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen.

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Leistung zählt, und wir möchten dem Leser mit unserer Berichterstattung unsere Leistung erläutern.

Daher ist bei dem diesjährigen Bericht auf jeder Seite erkennbar, welche Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) wir adressieren und inwieweit wir den GRI-Index erfüllen.