Strategische Entwicklungen

Drei Kategorien

Um die Ressourcen unseres Sozial- und Umweltteams besser zu nutzen und um effektivere und nachhaltigere Ergebnisse bei der Standardeinhaltung zu erzielen, haben wir 2010 unseren strategischen Ansatz für spezifische Leistungsniveaus der Zulieferer optimiert. Wir haben drei Kategorien von Zuliefererprofilen herausgearbeitet, die auf der Bewertung des Leistungsindikators zur Standardeinhaltung eines Fertigungsbetriebs basieren:

  • Das Risikomanagement: Diese Kategorie umfasst alle Betriebe mit einer Bewertung von 1C oder 2C – etwa 67% unserer Beschaffungskette
  • Die Partnerschaft: Diese Kategorie umfasst alle Betriebe mit einer Bewertung von 3C – etwa 25% unserer Beschaffungskette
  • Die Eigenverantwortung: Diese Kategorie umfasst alle Betriebe mit einer Bewertung von 4C und 5C – etwa 8% unserer Beschaffungskette.

Maßgeschneiderte Ansätze

Die Betriebe innerhalb der Kategorie „Risikomanagement“ haben ihre Leistung kaum oder gar nicht gesteigert. Die Maßnahmen zur Standardeinhaltung sind, sofern überhaupt umgesetzt, in der Regel ineffektiv oder unzureichend. 2010 konzentrierten wir unsere Überwachung auf die Identifizierung und Verwaltung von schwerwiegenden Verstößen. Für die Zukunft der Zulieferer dieser Kategorie planen wir zielgerichtete Maßnahmen, sie in die Kategorie „Partnerschaft“ aufnehmen zu können, oder die Identifizierung von Ausstiegsstrategien, um Beziehungen zu den leistungsschwächsten Zulieferern ohne Leistungssteigerung zu beenden.

Die Standardeinhaltung der Betriebe innerhalb der Kategorie „Partnerschaft“ war akzeptabel. Unser Schwerpunkt hier liegt auf gemeinsamen Überwachungsmaßnahmen mit anderen Markenunternehmen und Multi-Stakeholder-Programmen. Nennenswert im Jahr 2010 war die Umsetzung gemeinsamer Pläne zur Behebung von Missständen, bei denen sich alle Einkäufer eines Betriebs auf eine Reihe von Maßnahmen einigten. Für die Zukunft der Zulieferer dieser Kategorie planen wir ein umfassendes Kompetenzbildungsprogramm zur Verbesserung der Standardeinhaltung sowie die Förderung harmonisierter Audit-Aktivitäten mit anderen Unternehmen und Multi-Stakeholder-Programmen.

Betriebe der Kategorie „Eigenverantwortung“ verwalten ihre eigenen Maßnahmen zur Standardeinhaltung auf verifizierbare und transparente Art und Weise. Diese Zulieferer haben ein starkes Engagement für die Standardeinhaltung bewiesen und werden durch strategische Dreijahrespläne zur Standardeinhaltung geleitet. Sie verfügen über effektive Managementsysteme für Beschäftigung und Arbeitsschutz und haben kompetentes Personal zur Standardeinhaltung eingestellt. Sie fördern gute Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen sowie die Kommunikation zwischen Belegschaft und Management und schulen ihre Beschäftigten zu Strategien und Praktiken der nachhaltigen Standardeinhaltung. Sie sind auf Transparenz ausgerichtet. Nennenswerte Maßnahmen im Jahr 2010 waren etwa die Beteiligung einiger Betriebe am „Better Work“-Programm der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und die Mitgliedschaft in der FLA.

Drei Kategorien zur Standardeinhaltung unserer Beschaffungskette (2010)

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Weitere Ergebnisse in diesem Jahr

  • Im Jahr 2010 begannen wir damit, unseren Ansatz zur Einführung von Personalmanagementsystemen in die Betriebe mit dem neuen Prüfverfahren der Sustainable Compliance Initiative (SCI) zu verknüpfen. Die SCI konzentriert die Überwachung auf alle Phasen des Beschäftigungszyklus – von der Einstellung bis hin zum Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis.
  • In diesem Jahr haben wir 55 Leistungsnachweise für Geschäftseinheiten des adidas Konzerns ausgestellt, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Dies spiegelt unser Engagement wider, Richtlinien und Praktiken zur Nachhaltigkeit in die Geschäftseinheiten des adidas Konzerns einzubinden. Die den Leistungsnachweisen zugrunde liegenden Aktivitäten zeigen eine zunehmende Überwachung der indirekten Beschaffungskette. Die Leistungsnachweise selbst verfolgen und messen den Erfolg der Geschäftseinheiten bei der verantwortungsbewussten Beschaffung.
  • Der strategische Plan zur Standardeinhaltung, ein dreijähriger Strategieplan für Maßnahmen zur Standardeinhaltung, wurde in diesem Jahr vereinfacht und auf weitere Teile der Beschaffungskette ausgeweitet. Ende 2010 arbeiteten mehr als 330 Zulieferer an einem strategischen Plan. 85% dieser Zulieferer befinden sich in China, Indonesien, Thailand und Vietnam. Dies steigerte nicht nur die Integrität der Betriebsbewertungen, sondern trug auch zur Steuerung der Kooperationsaktivitäten mit anderen Einkäufern in gemeinsam genutzten Fabriken bei.
  • Wir steigerten die Kooperation mit anderen Markenunternehmen in gemeinsam genutzten Produktionsstätten und widmeten der Erstellung gemeinsamer Maßnahmenpläne zur Behebung von Missständen, insbesondere in Brasilien, Indonesien und Mexiko, größere Aufmerksamkeit. In China führten wir eine Branchenpartnerschaft mit neun anderen globalen Markenunternehmen an, um unsere Richtlinien für Stella, einen der weltweit größten Schuhhersteller, zu harmonisieren, so dass dieser Korrekturmaßnahmen umsetzen konnte, die alle seine Hauptkunden zufriedenstellten.
  • Zur Unterstützung der direkten Arbeit vor Ort wurden zahlreiche Dialoge mit Regierungsbehörden eingeleitet, um die nationalen Gesetze bzw. Handelsabkommen konsequenter durchzusetzen, insbesondere in El Salvador, Indonesien, den USA, Honduras, Madagaskar und Mexiko. Zudem wurden die Marketing- und Geschäftseinheiten des adidas Konzerns stärker bei der Kommunikation unserer Erwartungshaltung und der Durchsetzung der Standards unterstützt.

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Daher ist bei dem diesjährigen Bericht auf jeder Seite erkennbar, welche Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) wir adressieren und inwieweit wir den GRI-Index erfüllen.