Durchsetzung der ,,Workplace Standards"

Verwarnungen

50 schriftliche Verwarnungen in 12 Ländern

Schriftliche Verwarnungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Maßnahmen zur Durchsetzung der Standards. Sie werden erteilt, wenn wir bei unseren Zulieferern anhaltende schwerwiegende Verstöße gegen die Standards entdecken, die Maßnahmen seitens der Zulieferer erfordern. Im Jahr 2010 haben wir insgesamt 50 schriftliche Verwarnungen in zwölf Ländern erteilt.

Die meisten Verwarnungen wurden erneut in Asien ausgestellt, wo fast 70% aller Zulieferbetriebe angesiedelt sind. Im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren stieg die Zahl der erstmaligen Verwarnungen deutlich an, woraus sich automatisch eine höhere Gesamtzahl von Zulieferverwarnungen ergibt. Die gestiegene Zahl an erstmaligen Verwarnungen spiegelt die Maßnahmen des Sozial- und Umweltteams zur Einführung höherer Maßstäbe in Bezug auf die Bewertung der Zulieferer und weniger Toleranz gegenüber anhaltenden Verstößen im Jahr 2010 wider. Außerdem zeigt sich dadurch der Druck innerhalb der Beschaffungskette aufgrund von Kapazitätseinschränkungen, die vermehrt zu verlängerten Arbeitszeiten in ganz Asien führten. Die Gründe für eine Verwarnung lassen sich nur schwer verallgemeinern. Verwarnungen können aufgrund eines einzelnen, nicht behobenen Missstandes oder aber aufgrund mehrerer Verstöße gegen unsere Standards ausgestellt werden. Zu den zahlreichen Gründen für Verwarnungen im Jahr 2010 zählen unzureichendes Engagement des Managements, verlängerte Arbeitszeiten, gefälschte Arbeitszeit- und Lohnbelege, Unterbezahlung der Löhne, Nichtbezahlung von Lohnrückständen, unzureichende Sozialversicherungs-, Krankenversicherungs- oder andere Zusatzleistungen, unzureichende Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf Elektrik, Brandschutz und Chemikalien, unzureichende Schulung von Mitarbeitern, Vorgesetzten und Managern sowie unzureichende Kommunikation und Transparenz.

Der Rückgang der Zweit- und Drittverwarnungen zeigt, dass die Zulieferer auf die erste Verwarnung reagieren und die festgestellten Missstände zielführender korrigieren.

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Anzahl der schriftlichen Verwarnungen an Zulieferer des adidas Konzerns*

Land 1. Verwarnung 2. Verwarnung 3. und letzte
Verwarnung und
empfohlene Auf-
tragseinstellung
Verwarnungen insgesamt
  2008 2009 2010 2008 2009 2010 2008 2009 2010 2008 2009 2010
Argentinien - 1 - - - - - - - - 1 -
Bangladesch 1 1 1 - - - - - - 1 1 1
Brasilien 1 - - - - - - - - 1 - -
China 11 10 18 1 2 - - - 1 12 12 19
Guatemala - 1 - - - - - - - - 1 -
Indien 3 7 9 1 2 1 - - - 4 9 10
Indonesien 1 2 4 1 - 1 - - - 2 2 5
Kambodscha 1 1 2 - - - - - - 1 1 2
Korea 1 - 1 - - - - - - 1 - 1
Mexiko 1 - 2 - - - 1 - - 2 - 2
Pakistan - - 1 - - - - - - - - 1
Peru - 1 1 - - - - - - - 1 1
Philippinen 2 4 - - - - - - - 2 4 -
Sri Lanka - - 1 - - - - - - - - 1
Syrien - - 1 - - - - - - - - 1
Thailand 2 1 - 1 - - - - - 3 1 -
Türkei 1 - - 1 - - - - - 2 - -
Vietnam 6 5 6 - - - - - - 6 5 6
Gesamt 31 34 47 5 4 2 1 - 1 37 38 50

* Einschließlich schriftlicher Verwarnungen, die von Lizenznehmern und Agenten erteilt wurden, jedoch ohne Verwarnungen der Hauptzulieferer wegen unterlassener Meldung von Subunternehmern. Diese werden in solchen Fällen entweder direkt von den Geschäftseinheiten oder von der Rechtsabteilung des adidas Konzerns bei Verstößen gegen den Herstellerrahmenvertrag ausgestellt.

Vertragskündigungen und Ablehnungen von Betrieben

20,8% potenzieller neuer Zulieferbetriebe wurden aufgrund von schwerwiegenden Verstößen abgelehnt

Wir arbeiten eng mit unseren Zulieferern zusammen, um sie dabei zu unterstützen, ihre Leistung zu verbessern. Wir haben jedoch in der Vergangenheit bei anhaltenden oder schwerwiegenden Verstößen unsere Geschäftsbeziehung zu einigen Zulieferern gekündigt. Im Jahr 2010 kündigten wir keine Verträge mit Zulieferern aufgrund von Missständen in den Betrieben.

Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unserer Beschaffungsorganisation Global Operations und anderen Geschäftseinheiten zusammen, um potenzielle neue Zulieferer vor Auftragsvergabe zu prüfen. Durch unsere Vorabprüfungen decken wir schwerwiegende Verstöße auf. 2010 wurden insgesamt 447 Vorabprüfungen (Betriebsprüfungen vor Produktionsbeginn) durchgeführt, von denen 93 zu einer Ablehnung führten. Das bedeutet, dass 20,8% der potenziellen neuen Zulieferbetriebe aufgrund von bestehenden Missständen abgelehnt wurden. Die Zahl der nach einem ersten Besuch abgelehnten Betriebe war insgesamt höher als in den Vorjahren, jedoch sind hier Zulieferer enthalten, deren Betriebe ernsthafte, aber behebbare Missstände aufweisen. Diesen Lieferanten wird eine Frist von drei Monaten gewährt, um die Probleme vor einem zweiten Audit zur endgültigen Abnahme durch das Sozial- und Umweltteam zu beheben. Wie schon in den vergangenen Jahren werden in China die meisten Vorabprüfungen neuer Zulieferer durchgeführt, so dass die damit verbundene Ablehnungsrate dementsprechend hoch ist. Auch in Indien wurden neue Zulieferer strengen Prüfungen unterzogen. Aufgrund der unzureichenden Anstrengungen bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen ergab sich konsequenterweise eine hohe Ablehnungsrate.

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Ablehnungen je Region nach Vorabprüfung wegen mangelnder Einhaltung von Arbeitsplatzstandards

Ablehnungen je Region nach Vorabprüfung wegen mangelnder Einhaltung von Arbeitsplatzstandards
20082008 103 8 10 121  
20092009   77 5 7 89  
20102010   72 6 15 93  

Anzahl der Kündigungen von Geschäftsbeziehungen/Ablehnungen nach Vorabprüfungen wegen mangelnder Einhaltung von Arbeitsplatzstandards

Asien

Land Anzahl der beendeten Geschäftsbeziehungen Anzahl der Ablehnungen nach Vorabprüfung
  2008 2009 2010 2008 2009 2010
Bangladesch - 1 - 4 6 3
China - 7 - 54 49 43
Indien - - - 12 1 13
Indonesien - - - 2 4 1
Kambodscha - - - 5 3 5
Korea - - - 1 2 -
Laos - - - 1 - -
Malaysia - - - - 1 -
Pakistan - - - 5 - 2
Sri Lanka - - - - 2 -
Taiwan - - - 1 - -
Thailand - - - 3 1 2
Vietnam 1 - - 15 8 3

Amerika

Land Anzahl der beendeten Geschäftsbeziehungen Anzahl der Ablehnungen nach Vorabprüfung
  2008 2009 2010 2008 2009 2010
Brasilien - 1 - - 1 1
Dom. Republik - - - - - 1
El Salvador - - - - 1 -
Guatemala - - - - - 4
Kanada - - - 1 2 -
Mexiko 1 - - 6 1 -
Peru - - - 1 - -

EMEA

Land Anzahl der beendeten Geschäftsbeziehungen Anzahl der Ablehnungen nach Vorabprüfung
  2008 2009 2010 2008 2009 2010
Albanien - - - 1 - -
Ägypten - - - 1 3 3
Israel - - - 1 - -
Jordanien - - - 1 1 2
Russland - - - - - 3
Simbabwe - - - 1 1 -
Südafrika - - - 2 2 -
Türkei - - - 3 - 5
Ukraine - - - - - 1
Weißrussland - - - - - 1

Weltweit

Anzahl der beendeten Geschäftsbeziehungen Anzahl der Ablehnungen nach Vorabprüfung
  2008 2009 2010 2008 2009 2010
Gesamt 2 9 0 121 89 93
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Leistung zählt, und wir möchten dem Leser mit unserer Berichterstattung unsere Leistung erläutern.

Daher ist bei dem diesjährigen Bericht auf jeder Seite erkennbar, welche Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) wir adressieren und inwieweit wir den GRI-Index erfüllen.