Strategie 2015

Fahrplan und Ziele

Unser Gesamtziel besteht darin, unsere Umweltauswirkungen bis zum Jahr 2015 relativ zum Umsatz um mindestens 15% zu senken. Die individuellen Zielvorgaben für 2015 und Meilensteine für 2011 sind gemäß der vier Kernbereiche gruppiert.

So werden wir unser Ziel erreichen: Fahrplan

2010-2011 Die Grundlagen ausbauen

  • Richtlinien, Schulungen, Instrumente, Leistungsindikatoren und Datenbanken
  • Kommunikation und Kooperation

2011-2015 Operative Umwelteffizienz

  • Konsolidierung, messbare Verbesserungen
  • Angleichung innerhalb der Wertschöpfungskette
  • Datenberichterstattung

2013-2015 Weiterentwickeln und ausbauen

  • Ergebnisse fördern und verbessern
  • Benchmarking

Ziele für 2015 und Meilensteine für 2011

Zielbereich Ziele 2015 Meilensteine 2011
Managementprozesse
  Gesamtziel – Entwicklung eines Managementsystems, das eine erfolgreiche Umsetzung der Strategie sowie eine effektive Steuerung der Umweltauswirkungen, Risiken und Chancen gewährleistet. Entwicklung eines Formats für Richtlinien und Instrumente.
Geschäftsprozesse
Innovation Alle zukünftigen Innovationsprojekte enthalten ökologische Elemente. Aufbau von Partnerschaften mit Zulieferern.
Design Reduzierung der verwendeten Farben in der adidas Sport Performance Division um 50% (gilt nicht für Farben, die von Vereinen gefordert werden oder außerhalb der Kontrolle der Designabteilung liegen). Konsolidierung der Farben um 20% im Bereich Bekleidung und um 40% im Bereich Schuhe.
Marketing
  • 100% der Schuhe und ein zunehmender Anteil an Bekleidung müssen bis 2012 „nachhaltige Inhaltsstoffe“ aufweisen, d. h. sie müssen in die „Better Place“-Produktkategorie fallen (gilt für die adidas Sport Performance Division).
  • Reduzierung der Produktpalette insgesamt um 20% (adidas Sport Performance Division).
  • Virtualisierungsprojekt zur Reduzierung der Muster.
Überarbeitung der „Better Place“-Richtlinien zur Anpassung an den Öko-Index und den Index der Apparel Coalition.
Entwicklung
  • Reduzierung der Farb-Material-Kombinationen um 20%.
  • Optimierung von Verpackungen.
  • Festlegung grundlegender Messkennzahlen und Leistungsindikatoren.
  • Steigerung der Anzahl an nachhaltigen Materialien für Bekleidung und Schuhe.
  • Überarbeitung des Verpackungsstatus und Festlegung von Zielen für 2015.
Beschaffung Es wurde eine umfassende ökologische Beschaffungsstrategie erarbeitet, die auf den folgenden drei Schritten aufbaut:
  1. Risikominderung
  2. Leistungssteigerung
  3. Zusammenarbeit
  • Einsatz von „Better Cotton“-Baumwolle (nachhaltige Baumwolle): 40% bis 2015, 100% bis 2018 der verwendeten Baumwolle.
  • Vollständige Rückverfolgbarkeit nachhaltiger Materialien (Bekleidung) bis 2014.
  • Ausweitung der Umweltbewertungen auf weitere Zulieferbetriebe.
  • Erarbeitung eines branchenweit anerkannten Audit-Protokolls und Zertifizierungsprogramms für Färbereien in Zusammenarbeit mit anderen Markenunternehmen und Verbänden.
  • 10 bis 15% weniger Energieemissionen gemessen an der Produktmenge bei wichtigen Zulieferern.
  • Gerbereien: 100% der außereuropäischen Gerbereien müssen mindestens die Kategorie „Silber“ der Leather Working Group (LWG) erreichen (auf Grundlage des LWG Audit-Protokolls).
  • Umsetzung „grüner“ Design-Anforderungen bei neuen Gebäuden der Zulieferer.
  • Einführung von „Better Cotton“-Baumwolle in die Beschaffungskette des adidas Konzerns.
  • Durchführung von Umweltprüfungen bei Zulieferern, deren Status als risikoreich eingestuft wurde.
  • Überarbeitung von Instrumenten zu Umweltprüfungen unter Berücksichtigung externer Initiativen.
  • Mindestens 80% des bei außereuropäischen Gerbereien beschafften Leders soll von Gerbereien mit Gold-Status stammen (auf Grundlage des LWG Audit-Protokolls).
  • Prüfung von Design- und Konstruktionsunterlagen vor Baubeginn bei neuen Anlagen.
Eigene Standorte
  • Relative Senkung des Energieverbrauchs um 20%
  • Relative Senkung der CO2-Emissionen um 30%
  • Wassereinsparungen pro Mitarbeiter von 20%
  • Abfallreduzierung pro Mitarbeiter um 25%.
Hier finden Sie eine vollständige Auflistung der Green Company-Ziele.
  • Stärkung des Umsetzungsplans zur Erreichung der jährlichen Einsparungsziele.
  • Optimierung des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001.
  • Intensivierung und Ausweitung der Zusammenarbeit mit den Green Teams.
  • Zertifizierung der adidas Konzernzentrale „World of Sports“ in Deutschland nach ISO 14001.
  • Entwicklung einer „Green Car“-Richtlinie für Firmenfahrzeuge.
Vertrieb
  • Entwicklung strategischer Nachhaltigkeitsallianzen mit Key Accounts (Großkunden) in allen wichtigen Märkten.
  • Eigene Einzelhandelsgeschäfte: 5 bis 15% Ressourceneinsparungen (gültig für den westeuropäischen Markt).
  • Pilotprojekt mit einem Key Account (Großkunden).
  • Entwicklung von Instrumenten für strategische Partnerschaften mit Großhändlern.
  • Aufstellung globaler Einsparungsziele für Einzelhandelsgeschäfte.
  • Erarbeitung neuer Beleuchtungskonzepte für Einzelhandelgeschäfte.
  • Pilotprojekt zu umweltfreundlicheren Energiequellen.
  • Pilotprojekt zu Papiereinsparungsmaßnahmen.
Unterstützende Prozesse
Kommunikation Bewusstsein schaffen und Mitarbeiter über interne Kommunikationskanäle einbinden.
Human Resources (Personalwesen) Einbindung der ökologischen Nachhaltigkeit in globale Personalprogramme:
  • Förderung des Bewusstseins und der Umsetzung der Umweltstrategie.
  • Ausbildung von Botschaftern für umweltbewusstes Verhalten.
  • Förderung des konzernweiten Bewusstseins und Beteiligung der obersten Führungsebene.
  • Erarbeitung von Schulungen und Online-Kursen.
  • Festlegung personalspezifischer Umweltziele durch Managementfunktionen.
  • Durchführung von Mitarbeiterveranstaltungen mit Unterstützung des leitenden Managements.
IT Reduzierung der ökologischen Auswirkungen der IT-Infrastruktur um 20% durch die folgenden Initiativen:
  • 80% aller PCs werden auf umweltfreundliche Stromversorgung umgestellt.
  • 30% weniger Energieverbrauch der PCs.
  • In 100% der Ausschreibungen Bewertung der ökologischen Leistung der potenziellen Anbieter.
  • Virtualisierung von Servern/Konsolidierung von Rechenzentren.
  • Außerbetriebnahme bzw. Virtualisierung von mehr als 40 physischen Systemen.
  • Verbesserung des Verhältnisses von virtuellen zu physischen Servern um mindestens 11%.
  • Schwerpunkt liegt auf energieeffiziente Infrastrukturlösungen.

Lesen Sie mehr über Öko-Index, Apparel Coalition, Better Cotton und die Ökologische Beschaffungsstrategie.

Herausforderungen

Die Umweltstrategie 2015 setzt auf einen ganzheitlichen und ambitionierten Ansatz und bindet alle konzernweiten Geschäftsfunktionen und Marken in einer einzigen Strategie ein. Die Umsetzung der Strategie ist aus folgenden Gründen nicht ohne Herausforderungen:

  • Als globale Organisation mit mehreren Geschäftsfunktionen gibt es Überschneidungen und geteilte Verantwortlichkeiten für spezielle Ziele, was eine effektive Koordination erfordert.
  • Die größten Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten treten bei der Fertigung unserer Produkte sowie in der nachgelagerten Beschaffungskette auf. Wir haben in diesem Bereich jedoch nur einen begrenzten Einfluss, da wir einen Großteil der Produktion ausgelagert haben. Daher ist die Zusammenarbeit mit der kritischen Masse und anderen Organisationen in unserer Branche entscheidend, um einen Konsens zu erreichen, der zur Entwicklung effektiver Lösungen notwendig ist. Angesichts der Komplexität und Dynamik unserer Beschaffungskette sind die Festlegung von Zielvorgaben sowie die Fortschritte von der Bereitschaft aller Branchenakteure abhängig, gemeinsame Ansätze zu unterstützen.

Wir sind jedoch fest davon überzeugt, dass unser ehrgeiziges Vorhaben, unsere ganzheitliche Umweltstrategie vollständig mit der Geschäftsstrategie des adidas Konzerns in Einklang zu bringen, langfristig zu besseren Geschäftsergebnissen beiträgt.

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Leistung zählt, und wir möchten dem Leser mit unserer Berichterstattung unsere Leistung erläutern.

Daher ist bei dem diesjährigen Bericht auf jeder Seite erkennbar, welche Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) wir adressieren und inwieweit wir den GRI-Index erfüllen.