Beschaffung und Fertigung

Standortkonzentration innerhalb der Beschaffungskette

Der Transport von Materialien und Waren zwischen verschiedenen Fertigungsbetrieben – z. B. Produktionsstätten der Stufe 1 und Rohstofflieferanten der Stufe 2 – trägt in erheblichem Maße zu den Umweltauswirkungen in unserem Fertigungsprozess bei. Jede Reduzierung des Transportaufkommens hat mehrere Vorteile sowohl für die Umwelt als auch für unser Geschäft: So werden nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch die Komplexität der Produktherstellung reduziert, was sowohl zu Zeiteinsparungen als auch zu einem geringeren Abfallaufkommen führen soll.

Daher haben wir im Jahr 2010 die Standorte der Produktionseinheiten für unsere adidas „Better Place“-Produkte genau geprüft und ein Programm zur Optimierung der Standortkonzentration ins Leben gerufen.

Ziel

Unser Ziel ist es, die „Better Place“-Zulieferbasis so konzentriert und aufeinander abgestimmt wie möglich zu gestalten, um die Rückverfolgbarkeit der Fasern zu optimieren und die Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Ansatz

Für die Produktkollektion der Saison Frühjahr/Sommer 2011 haben wir den neuen „Better Place“-Prozess eingeführt.

Um den Ablauf zu vereinfachen, wurde ein Instrument für den Prozess der Faserauswahl entwickelt. Das Instrument identifiziert für jede Geschäftseinheit die beste Kombination aus Zulieferern der Stufe 1 und Stufe 2 (Rohstofflieferant). Priorität 1 haben dabei die vertikalen Zulieferer, d. h. Betriebe mit integrierter Materialherstellung; Priorität 2 liegt vor, wenn Zulieferer der Stufe 1 und Stufe 2 aus demselben Land kommen; und Priorität 3 besteht, wenn die Standorte von Zulieferern der Stufe 1 und Stufe 2 in verschiedenen Ländern liegen.

Ergebnisse

Für die Produktkollektion der Saison Herbst/Winter 2011 erreichte die Ausrichtung der Betriebe für Bio-Baumwolle 79% (Gesamtzahl der vertikalen Zulieferer und Zulieferer der Stufe 1 und Stufe 2 aus demselben Land). Bei recyceltem Polyester beträgt die erreichte Ausrichtung hingegen nur 3%. Gegenwärtig beschaffen wir einen Großteil unserer recycelten Materialien von taiwanesischen Betrieben. In Zukunft möchten wir diesen Anteil reduzieren und vermehrt örtliche Zulieferer einsetzen. Unser Ziel ist hierbei, für die Herbst/Winter 2012 Kollektion 20% der Materialien von lokalen Zulieferern zu beschaffen.

Kosteneinsparungen und ökologische Vorteile

Wir ermitteln momentan die Kosteneinsparungen unseres Programms zur Standortoptimierung, die wir bis dato durch die Reduzierung der Zoll-, Versicherungs- und Frachtkosten erreicht haben. Daneben berechnen wir die Reduzierung unserer Umweltauswirkungen aufgrund des geringeren CO2-Ausstoßes.

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Leistung zählt, und wir möchten dem Leser mit unserer Berichterstattung unsere Leistung erläutern.

Daher ist bei dem diesjährigen Bericht auf jeder Seite erkennbar, welche Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) wir adressieren und inwieweit wir den GRI-Index erfüllen.