Produktentwicklung

Produktsicherheit

Kontrolle und Überwachung von Gefahrstoffen

Gefahrstoffe sind (potenziell) schädliche Substanzen für Mensch oder Umwelt. Es ist unser Grundsatz, dass Zulieferer auf Gefahrstoffe verzichten müssen, um sicherzustellen, dass unsere Produkte umweltverträglich sind.

2010 haben wir unsere Standards und Richtlinien zu Gefahrstoffen – die „A-01-Materialanforderungen“ – überprüft und weiter aktualisiert, um zu gewährleisten, dass diese den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen und von allen Produktabteilungen einheitlich angewendet und stets strikt eingehalten werden. Außerdem haben wir unsere Richtlinien und internen Prozesse den neuen gesetzlichen Bestimmungen anpasst, z. B. dem US Consumer Product Safety Improvement Act (CPSIA) oder der EU-Verordnung zur Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH). Wir haben neue Informationen und Leitfäden veröffentlicht, die von allen Produkt- und Geschäftseinheiten des adidas Konzerns umgesetzt werden.

Vorgaben an unsere Materiallieferanten

An den adidas Konzern gelieferte Materialien müssen weltweit den strengsten lokalen Standards genügen. Deshalb erwarten wir von unseren Zulieferern, dass:

  • Die Materialien weder bei der Verwendung noch bei der Entsorgung giftig sind
  • Die verwendeten Materialien nicht zu schädlichen Emissionen beim Fertigungsprozess führen
  • Die Produkte unter den bestmöglichen Bedingungen unter Verwendung der bestmöglichen Technologien hergestellt werden
  • Die Materialien die Beschaffungsstandards der Einzelhändler, die Kundenerwartungen und die von Verbraucherorganisationen empfohlenen Standards einhalten.

Wir tauschen uns nicht nur regelmäßig mit Wissenschaftlern und anderen Experten über neue gesetzliche Vorgaben, Forderungen von Konsumentengruppen oder über kritische Materialien aus, sondern informieren unsere Rohstofflieferanten zudem regelmäßig über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen. Die Lieferanten wiederum müssen nachweisen, dass ihre Materialien unseren Standards entsprechen, indem sie regelmäßig Materialprüfungen unabhängiger Testinstitute vorlegen. Modelle aus der Entwicklungs- und Produktionsphase werden Stichproben unterzogen.

AFIRM Arbeitsgruppe

Um unsere Programme weiter zu stärken und unsere Leistungen zu bewerten, ist der adidas Konzern aktives Mitglied in der Apparel & Footwear International Restricted Substances (RS) Management Working Group (AFIRM), die wir gemeinsam mit sechs weiteren internationalen Markenunternehmen 2004 gegründet haben. AFIRM ist eine unternehmensübergreifende Arbeitsgruppe, die eine Plattform für die Förderung des globalen Managements von Gefahrstoffen in Bekleidung und Schuhen sowie für den Austausch von Ideen zur Verbesserung des Gefahrstoffmanagements zur Erhöhung der Konsumentenzufriedenheit bietet.

Die Arbeitsgruppe besteht aus Chemikern, Juristen, Experten für Produktsicherheit sowie Experten aus vielen anderen Bereichen der Bekleidungs- und Schuhindustrie. Im Jahr 2010 veranstaltete AFIRM den vierten gemeinsamen Workshop für Zulieferer in Hongkong, an dem etwa 450 Personen teilnahmen. Die Gespräche drehten sich vor allem um die weitere globale Harmonisierung von Standards, eine intensivere Kommunikation mit der Wissenschaft sowie um eine verstärkte Interaktion, um die Leistung der benannten Prüfinstitute zu verbessern.

Fokus auf Produktsicherheit

Wir möchten sichere und umweltverträgliche Produkte innerhalb unserer Produktkollektionen gewährleisten. Darüber hinaus überwachen und informieren wir kontinuierlich spezielle Produktbereiche, die einem erhöhten Risikoprofil unterliegen. Diese Bereiche erstrecken sich von Werbeartikeln zu bioaktiven Textilien (die mit dem lebenden Organismus interagieren können) bis hin zu persönlicher Schutzausrüstung, elektronischen Geräten und herkömmlicher Baby- und Kinderbekleidung.

Unsere Teams von Global Operations haben 2010 in Zusammenarbeit mit dem Sozial- und Umweltteam unser Global Apparel Safety Manual for Children's Clothing (Globales Sicherheitshandbuch für Kinderbekleidung) aktualisiert, um die Sicherheit unserer Produkte für diese junge und äußerst aktive Konsumentengruppe zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde ein ähnliches Handbuch für den Schuhbereich – Footwear Kids Safety Manual (Sicherheitshandbuch für Kinderschuhe) – erarbeitet und eingeführt.

Der adidas Konzern ist dem Risiko möglicher Produktmängel ausgesetzt, die zu Verletzungen bei Konsumenten führen bzw. dem Ansehen unserer Produkte auf dem Markt schaden können. Zur Minderung solcher Risiken haben wir spezielle Teams gegründet, die die Produktqualität auf allen Ebenen unserer Beschaffungskette überwachen. Dazu führen die Teams intensive Qualitätskontrollen vor der Produktion durch und arbeiten während des Produktionsvorgangs eng mit den Zulieferern zusammen. Darüber hinaus nehmen wir Zufallskontrollen nach der Lieferung an den Einzelhändler vor, kommunizieren Produktmängel offen und sorgen, wenn notwendig, für eine zügige Regulierung von Produkthaftungsansprüchen. Im Jahr 2010 haben wir keine Produkte zurückrufen müssen.

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