Produktentwicklung

Innovation

Die Aufgabe des adidas Innovation Teams (ait) besteht darin, Innovationen bei Materialien und Prozessen zur Verbesserung der Produkte der adidas Sport Performance Division zu schaffen.

„Es geht darum, die Leistung für die Athleten zu verbessern – egal, ob es sich dabei um einen Superstar oder einen Freizeitsportler handelt“, erläutert Gerd Manz, Head of Engineering des ait. „Wir erforschen neue Prozesse und Technologien und arbeiten dabei eng mit Zulieferern und Universitäten zusammen, um unsere Kenntnisse zu erweitern. Anschließend erarbeiten wir Möglichkeiten, dieses Know-how auf unsere Produkte anzuwenden.“

Ökologische Gesichtspunkte fließen in die Gleichung mit ein, sobald das Team eine Technologie zur Leistungsverbesserung gefunden hat. Robert Leimer ist Senior Development Manager im Team von Gerd Manz: „Wir versuchen stets, diese Leistungsprodukte so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.“

Umgang mit ökologischen Themen

Das Team kann ökologische Themen auf zweierlei Art angehen: erstens durch die Art der Herstellung der Komponenten und zweitens über die Materialauswahl. Wie Gerd Manz erklärt, muss das Team zunächst ermitteln, wie man eine neue Komponente fertigen kann: „Wir müssen alles über die neue Technologie wissen. Unsere Aufgabe besteht darin, der Toolbox neue Technologien für unsere Kollegen aus der Design-Abteilung hinzuzufügen. Dazu müssen wir eine Machbarkeitsstudie durchführen und demonstrieren können, wie eine Komponente gefertigt werden kann.“

In dieser Phase untersucht das Team, ob die Komponente dünner gestaltet werden kann: denn weniger Material bedeutet weniger Abfall und weniger eingebetteten Kohlenstoff. Auch die Kostenvorgaben können leichter eingehalten werden. Die Auswahl des Materials ist ebenso von entscheidender Bedeutung. Wenn eine Komponente aus einem leichteren Material gefertigt werden kann, dann trägt dies auch zu weniger CO2-Emissionen bei. Und da Kunststoffe auf Erdöl basieren, sucht das Team ständig nach ökologischeren Alternativen.

Robert Leimer meint: „Wenn der Leichtbau stimmt, verbessert dies in der Regel auch die Leistung, da das Endprodukt schneller und bequemer wird. Doch egal wofür wir uns entscheiden: es muss die richtige Wahl sein. Wenn die Leistung nicht stimmt, müssen wir eine andere Lösung suchen.“

Die Verbesserung der Produktleistung steht immer im Vordergrund und es scheint, als seien die vorhandenen Prozesse und Instrumente für dieses Ziel auch für die Verbesserung der Umweltleistung geeignet.

FORMOTIONTM Technologie

Die FORMOTIONTM Fersenkomponente ist ein Beispiel aus dem Bereich Schuhe, bei dem neue Technologien zur Leistungssteigerung des Produkts und zur Reduzierung der Umweltauswirkungen eingesetzt werden. FORMOTIONTM ist ein frei bewegliches Fersensystem, bei dem Vorfuß und Ferse entkoppelt sind. Dadurch können sich die Trainingsschuhe an jeden individuellen Laufstil anpassen und sorgen so für ein angenehmeres Laufgefühl.

„Manchmal lernen wir von anderen Branchen“, meint Robert Leimer. „Die Heißkanal-Technologie, die wir bei einigen unserer FORMOTIONTM Fersenkomponenten einsetzen, ist zum Beispiel in anderen Branchen wie der Automobilindustrie weit verbreitet.“

Die bei FORMOTIONTM eingesetzte Heißkanal-Technik reduziert Abfall, da Eingusseinheiten überflüssig werden. Der Einguss ist jener Teil, durch den der flüssige Kunststoff eingespritzt wird. Während des Einspritzens härtet der flüssige Kunststoff im Einguss aus und muss aus dem fertigen Produkt entfernt und entsorgt werden. Dank der Heißkanal-Technologie und dem Wegfall der Eingusseinheiten konnte der Materialabfall um bis zu 50% reduziert werden.

Eine weitere Abfallreduzierung ermöglicht das modulare Formsystem, bei dem dieselben Grundformen für verschiedene Produkte verwendet werden. Der Einsatz leichterer und steiferer Materialien senkt den Materialverbrauch. Außerdem fallen wegen des geringeren Gewichts der fertigen Produkte weniger CO2-Emissionen beim Transport an.

Schließlich wurde für unsere aktuelle Entwicklung die Klebstoffmenge mittels eines Laserschweißverfahren bzw. eines mechanischen Verbundsystems reduziert, was ebenfalls zu weniger Emissionen führt. Außerdem setzt das Team bei den Produkten, bei denen der Einsatz von Klebstoffen unumgänglich ist, vorrangig auf Klebstoffe auf Wasserbasis.

FORMOTIONTM Vorteile für die Umwelt

  • Durch den Einsatz der Heißkanal-Technologie fällt bis zu 50% weniger Abfall beim Material an
  • Weniger Klebstoff bedeutet weniger schädliche Emissionen
  • Leichte Konstruktionstechnologien senken den Materialverbrauch und die CO2 -Emissionen durch Transporte
  • Das modulare Formsystem ermöglicht den Einsatz der Grundformen für verschiedene Produkte, was zu weniger Abfall beim Formmaterial führt.
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Daher ist bei dem diesjährigen Bericht auf jeder Seite erkennbar, welche Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) wir adressieren und inwieweit wir den GRI-Index erfüllen.