Green Company

Zertifizierung auf Konzernebene und an fünf Standorten

Eines der wichtigsten Ziele zu Beginn der Green Company-Initiative im Jahr 2008 war, die Zentrale des adidas Konzerns in Herzogenaurach sowie die Hauptstandorte in Nordamerika nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zu zertifizieren. Mitte 2009 erhielten die Standorte Herzogenaurach, Canton, Carlsbad, Portland, Montreal und Spartanburg einen umfassenden zehnstufigen Leitfaden für die Zertifizierung sowie eine Vorlage für das Umweltmanagementhandbuch.

Auf Grundlage des Leitfadens haben alle Standorte – ausgenommen Herzogenaurach – ein gemeinsames System implementiert, das mit dem System der Konzernzentrale verknüpft ist. Wegen umfangreicher Bauarbeiten wurde die Einführung des Systems in Herzogenaurach um ein Jahr verschoben. Wir gehen davon aus, dass die Zertifizierung für den Standort „World of Sports“ in Herzogenaurach bei den Zertifizierungsaudits im Dezember 2011 erreicht wird.

Hervorragende Leistung in Nordamerika

„Bei der ersten Sitzung waren wir noch ziemlich verwirrt und ahnungslos. Aber bis zum zweiten Treffen hatten wir verstanden, worum es geht“, sagt Doug Noonan, Head of Group Corporate Real Estate, und bezieht sich darauf, wie schnell sich die Arbeitsgruppe in die Thematik einarbeiten musste, um die Zertifizierung der fünf Standorte in Nordamerika nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zu leiten.

Ein System

Mitglieder der Arbeitsgruppe waren die Leiter der fünf Standorte, ein externer Berater, ein Rechtsbeistand sowie Christine Domoracki, Head of Global Corporate Citizenship von Reebok, die für die Koordinierung verantwortlich war. Das Team hatte ein Jahr Zeit, um alle fünf Standorte nach ISO 14001 zertifizieren zu lassen. Dabei entschied es sich, für alle Standorte ein einziges System zu schaffen, obwohl die Anlagen zu unterschiedlichen Marken gehörten.

„Wir haben uns wegen des engen Zertifizierungstermins und auch weil wir einen gemeinsamen Ansatz für ganz Nordamerika für sinnvoll hielten, für ein einheitliches System entschieden“, meint Doug Noonan, der in seiner Funktion als Vertreter des nordamerikanischen Managements ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe war.

Das Team organisierte drei zweitägige Meetings in Chicago. Zudem besuchten die einzelnen Mitglieder der Gruppe mindestens einmal alle anderen Standorte, um zu prüfen, wie ein einheitliches System an verschiedenen Standorten funktionieren könnte. Zwischen den Sitzungen gab es viel zu tun, insbesondere musste die gesamte Dokumentation, die für ein ISO 14001-System erforderlich ist, erstellt werden. Christine Domoracki ergänzt: „Je mehr wir uns mit dem System beschäftigten, desto deutlicher wurde, dass dies Dinge sind, die bereits zu unserer täglichen Arbeit gehören. Die einzelnen Schritte beschrieben eigentlich nur, wie unsere Betriebe laufen. Wir mussten sie also nur in ein System einbinden.“

Nach viel harter Arbeit konnte das Team die gesetzte Frist einhalten, die Standorte wurden im Dezember 2010 nach ISO 14001 zertifiziert und registriert. Damit sind sie nun Teil des globalen Umweltmanagementsystems, das von der Konzernzentrale in Herzogenaurach überwacht und verwaltet wird.

Aus Erfolgen lernen

Doug Noonan ist begeistert von den unerwarteten Folgen des Prozesses. „Durch die umfangreiche Dokumentierung haben die Standortleiter jetzt eine ganz andere Sicht auf ihre Betriebe. So haben wir zum Beispiel entdeckt, dass es bei uns hier in Canton keinen Prozess für den Umgang mit Chemikalien gibt. Wir wussten weder, welche Chemikalien ins Gebäude geliefert noch wo diese gelagert werden. Unser Standort ist zwar ein Bürokomplex und kein Chemiewerk, trotzdem hätten wir es wissen müssen. Nun verfügen wir über einen Prozess, kennen die Vorschriften für eine ordnungsgemäße Lagerung von Chemikalien und wissen jetzt auch, dass unsere Mitarbeiter, die mit den Chemikalien umgehen müssen, dies sicher tun können.“

„Im nächsten Schritt müssen wir mit dem System leben und es perfektionieren“, ergänzt Christine Domoracki. Doug Noonan ist der Meinung, dass das Managementsystem noch enger mit den Zielen der Green Company-Initiative verknüpft werden muss. Er beabsichtigt, einen Umweltmanager einzustellen, der sich ab 2011 um die Fortschritte kümmert.

In der Zwischenzeit können alle Beteiligten stolz darauf sein, die Zertifizierung innerhalb eines Jahres erreicht zu haben.

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